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STEINBACH






































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Schon vor Übungsbeginn war dort emsiges Treiben zu beobachten. So mussten vier Nebelmaschinen in Stellung gebracht und mehr als 20 (nicht wirklich) Verletzte in dem Gebäudetrakt versteckt werden. Zudem hatten sich mehr als 100 interessierte Bürger schon lang vor dem Eintreffen der Hilfsorganisationen eingefunden, um sich die Arbeit der Retter vor Ort anzuschauen. Auch Mitglieder der Michelstädter Spielmannszüge und die Minifeuerwehr waren angereist.

ZIEL IST REIBUNGSLOSE KOOPERATION

Bei den jährlichen Gemeinschaftsübungen von Feuerwehr, DRK und THW soll die Zusammenarbeit geprobt und verbessert werden. Ziel ist eine reibungslose übergreifende Kooperation bei der Rettung von Menschen, Brandbekämpfung, technischer Hilfe, Löschwasserversorgung und Versorgung von Verletzten.

Vor allem im Sinne einer Warnung der Bevölkerung wird auch heute noch auf Sirenenalarmierung zurückgegriffen. Auf jeden Fall sollten die Bürger bei Alarmierungen das Radio anschalten. Weitere Verhaltenshinweise gibt es im Internet auf www.feuerwehrpage.com oder über die Warnapp „Nina“. (cr)

Um 14.10 Uhr lief über Sirenen- und den sogenannten stillen Alarm schrittweise die Alarmierung an. Im Einsatz waren die insgesamt acht Freiwilligen Feuerwehren aus Vielbrunn, Michelstadt und den übrigen Stadtteilen mit insgesamt 117 Einsatzkräften. Ebenso an der Übung beteiligt waren die DRK-Bereitschaften Vielbrunn, Michelstadt und Würzberg mit 26 Einsatzkräften sowie das Technische Hilfswerk (THW) aus Michelstadt mit elf Kollegen.

Als Übungsszenario wurde angenommen: In der westlichen Ecke des Brandobjektes, im Versorgungsbereich mit dem Heiz- und Tankraum, war es zu einer explosionsartigen Situation mit einem Brand gekommen. Dieser hatte sich über die Dachkonstruktion auf die gesamte Halle ausgebreitet.

Aus den anfänglich durch die Feuerwehr Vielbrunn eingesetzten drei Strahlrohren wurden im Lauf des Einsatzes insgesamt 15 Strahlrohre und zwei Wenderohre, welche über die Drehleiter und ein Tanklöschfahrzeug eingesetzt wurden. So konnte von allen Seiten des Gebäudekomplexes auf die Flammen eingewirkt werden.

Löschwasserversorgung als herausfordernde Aufgabe

Ein bereits vor der Übung bekanntes Problem war die Versorgung mit ausreichend Löschwasser: „Würde das Löschwasser nur aus Hydranten entnommen, käme es zum Zusammenbruch von Löschwasser- und Trinkwasserversorgung in Vielbrunn“, erläuterte Stadtbrandinspektor Gerd Beller gegenüber dem ECHO. Deshalb wurden durch die nachrückenden Feuerwehrkräfte der Stadtteile „lange Wegstrecken“ gebaut, um vom ehemaligen Wasserhochbehälter und einer Saugstelle in der Nähe genügend Löschwasser zur Einsatzstelle zu bringen. Insgesamt waren bis zum Einsatzende 2785 Meter Schlauch in unterschiedlichen Stärken verlegt worden. Am Ende der Übung stelle Beller fest: „Die Löschwasserversorgung hat ausgereicht, das Trinkwassernetz der Vielbrunner ist nicht zusammengebrochen.“ Eine Folge aus diesem Einsatz ist, dass der alte Wasserhochbehälter als Löschwasserreserve für das Industriegebiet Vielbrunn unbedingt erhalten bleiben muss.

 

Im Laufe der Übung wurden auch 14 Verletzte und vier weitere Betroffene aus dem Gefahrenbereich gerettet und zur weiteren Versorgung dem DRK übergeben. „Wir haben dazu eine eigene Sammelstelle für Verletzte und einen Behandlungsplatz als Abschnitt eingerichtet“, erklärte Jochen Marx, Abschnittsleiter DRK.

 

Zur Rettung eines Verletzten auf einem Dachvorsprung hatte man das THW angefordert. Mithilfe einer sogenannten schiefen Ebene und eines Schleifkorbs wurde der Verletzte vom Dach gerettet und anschließend ebenfalls dem DRK zur weiteren Versorgung übergeben.

 

Anschließend ging es zu Fuß unter den Klängen des Spielmannszuges aus Steinbach zur Einsatznachbesprechung in die Limeshalle, wo Stadtbrandinspektor Beller allen Einsatzkräften für deren gute Arbeit, das große Engagement und die hervorragende Zusammenarbeit unter den Hilfskräften dankte. Auch Stadtverordnetenvorsteher Andreas Klar, Erste Stadträtin Klementine Dingeldein und die Vielbrunner Ortsvorsteherin Anna Allmann lobten Engagement und Zusammenwirken.

Seit 1878 Teamwork besonders gefragt

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RETTUNGSKRÄFTE Feuerwehr, DRK und THW meistern Hauptübung im Höhendorf

 

VIELBRUNN - Wenn es in einem eher abgelegenen Ort wie Vielbrunn brennt, muss Verlass sein auf eine schnelle Unterstützung durch die Michelstädter Stützpunkt-Feuerwehr und die Wehren der Stadtteile. Dass diese Zusammenarbeit klappt, zeigte sich bei der Michelstädter Hauptübung 2016. Gemeinsam mit der DRK-Bereitschaft und dem Technischen Hilfswerk probten die Einsatzkräfte auf dem früheren Firmengelände Brohm in Vielbrunn.

 

 

Quelle: Odenwälder Echo