Auch an der Feuerwehr Steinbach gehen die personellen Probleme, mit denen viele Feuerwehren seit Jahren zu kämpfen haben, nicht spurlos vorüber. In den vergangenen Jahren ist die Zahl der Aktiven auch stetig zurück gegangen. Zwar ist die Einsatzabteilung mit derzeit 23 Aktiven immer noch stark genug, um den Brandschutz in Steinbach zu gewährleisten, aber diese Aufgabe wird für die Aktiven immer schwieriger und vor allem Zeit raubender. Davor warnte Wehrführer und stellvertretender Stadtbrandinspektor Michel Bomanns in der jüngsten Hauptversammlung im Feuerwehrhaus. Immer weniger müssen immer mehr leisten, so Bomanns. Deshalb wirbt die Wehr weiter intensiv und entschlossen um Nachwuchs. Auch deswegen präsentierte sich die Wehr im vergangenen Jahr in den beiden Steinbacher Kindergärten. In der Einhardschule gab es eine Evakuierungsübung. Aber auch bei Festen nutzten die Brandschützer die Gelegenheit, um für sich zu werben.
Dieses Jahr soll ein Tag der offenen Tür im Feuerwehrgerätehaus stattfinden und dazu Kinder und Jugendliche speziell dazu eingeladen werden. Neben dem Einsatz bei drei Brandstiftungen in einer Nacht in Michelstadt im März des vergangenen Jahres, ist die Wehr acht Mal ausgerückt.
Das erforderte einen Aufwand von 96 Stunden. Unter anderem musste eine Katze von einem Baum gerettet werden. Hinzu kommen 128 Stunden zur Brandsicherung und Verkehrsregelungen. 18 eigenständige Übungen und Unterrichtsabende kamen dazu. Auch überörtliche Lehrgänge sind besucht worden, allerdings nicht in dem Maß wie zuvor. Den Übungsstundenbesuch im vergangenen Jahr bezeichnete Bomanns insgesamt als gut.
Steffen Klar, Jochen Hofferberth und Markus Klotz erhielten als fleißigste Übungsteilnehmer Gutscheine. Gefordert werden die Aktiven mit der Einführung des Digitalfunks sowie des neuen Rufnamenkatalogs. Für 1300 Euro aus der eigenen Kasse hat die Steinbacher Wehr zwei Funkmeldeempfänger, ein Nebelgerät sowie Ausrüstung- und Uniformen angeschafft.
Neben den Mitgliedsbeiträgen der insgesamt 432 Beitragszahler werden auch die Einnahmen des Wäldchenfestes und des Jahresballs immer wieder für die Ergänzung und Erneuerung der Ausrüstung eingesetzt, betonte Vorsitzender Jochen Hofferberth. Beide Veranstaltungen waren sehr gut besucht und sollen auch wieder stattfinden.
Sowohl Hofferberth als auch Bomanns dankten der Stadt und dem Stadtbrandinspektor für die gute Zusammenarbeit und Unterstützung. Der Spielmannszug besteht derzeit aus 17 Spielleuten, berichtete Stabführer Harald Löb. Zwei Kinder sind derzeit in der Ausbildung.
Um den Feuerwehrnachwuchs kümmern sich Uwe Bauer und dessen Ehefrau Michaela. Dass diese aus derzeit zehn Jugendlichen bestehende Gruppe äußerst aktiv war, ging aus dem ausführlichen Jahresbericht hervor. Bauer berichtete auch über die Minifeuerwehr, in der aber zur Zeit nur zwei Kinde mitmachen. Dem Antrag des Vorstandes, die Minifeuerwehr in der Vereinssatzung zu verankern, stimmten die Mitglieder einstimmig zu.
Wie Rechner Gerhard Kunz mit belegte, verfügt die Steinbacher Feuerwehr über einen soliden finanziellen Grundstock. Lob und Anerkennung zollten Bürgermeister Stefan Kelbert, Stadtverordnetenvorsteher Dieter Müller, Ortsvorsteher Hans Klar und Stadtbrandinspektor Gerd Beller den Brandschützern. Der Bürgermeister erklärtet, dass die im vergangenen Jahr verschobene Dachsanierung des Feuerwehrhauses dieses Jahr erfolge. Stadtbrandinspektor Beller hob das Einvernehmen mit seinem Stellvertreter, dem Steinbacher Wehrführer Michel Bomanns, hervor, den er zum Oberbrandmeister beförderte.
