Jahreshauptversammung 2010



Bild klicken für mehr Bilder !
Feuerwehr Steinbach mit bewährter Vorstandsmannschaft

STEINBACH. Bei den Vorstandswahlen zur Jahreshauptversammlung der Freiwilligen Feuerwehr Steinbach bestätigten am Freitagabend im Feuerwehrhaus die Mitglieder einstimmig die seitherigen Funktionsträger. Jochen Hofferberth (erster Vorsitzender), Michel Bomanns (zweiter Vorsitzender), Gerhard Kunz (Rechner, seit 18 Jahren) und Erich Weyrauch (Schriftführer), bilden den geschäftsführenden Vorstand des 432 Mitglieder zählenden Vereins. Den Vorstand komplettieren die Beisitzer Rolf Hofferberth, Steffen Klar, Harald Löb und Hans-Walter Schmitt. Die Kasse wird von Gerd Waßner und Wilfried Senzel geprüft.

Der alte und neue Vorsitzende Hofferberth gab bekannt, dass das Wäldchenfest einen guten Zuspruch fand. Nicht zufrieden sei man mit dem Besuch des letztjährigen Jahresballs Anfang November gewesen und er hoffe, dass der Zuspruch seitens der Steinbacher Bevölkerung in diesem Jahr besser werde. Man habe außerdem einige Veranstaltungen zur Pflege des Zusammenhalts durchgeführt. Intensivieren wolle man in diesem Jahr die Mitgliederwerbung.

Wie Wehrführer Michel Bomanns ausführte, gehören 24 Feuerwehrmänner und –frauen der Einsatzabteilung und 15 Personen der Ehren- und Altersabteilung an. Man werde weiter intensiv Jugendarbeit betreiben, denn nur über diesen Weg sei der Fortbestand der Wehr auf Dauer gesichert.

Hinter der Wehr liegt ein Jahr voller Herausforderungen, das von einigen größeren Ereignissen geprägt wurde, berichtete Bomanns. Zunächst hielten zwei Brandstiftungen die Wehr in Atem gehalten und dann meisterte man gemeinsam mit der Feuerwehr Michelstadt die Ausrichtung des Kreisjugendfeuerwehrtages vom 17. bis 19. Juli. Rund 700 Jugendliche kamen trotz des strömenden Regens und das Gelände der Gemarkung Bodenäcker unterhalb des Sportplatzes glich einer einzigen großen Zeltstadt. Bomanns lobte die gute Zusammenarbeit mit der Michelstädter Feuerwehr, durch die man auch die Unbilden der Witterung schultern konnte. Für die beiden Wehren hatte die Veranstaltung aber einen bitteren Nachgeschmack, weil der Nutzer der Wiesen, die durch den Regen stark aufgeweicht waren, mit Anzeigen drohte und Schadenersatzforderungen stellte. Wie sich aber zeigte war das Gras nach einigen Wochen schon wieder nachgewachsen und ein vorausgesagter Nutzungsausfall über Jahre hinweg war nicht eingetreten. Der Pächter konnte schon im Spätsommer die Wiesen wieder bewirtschaften.

Zufrieden zeigte sich der Wehrführer mit dem Übungsbesuch. 17 eigene Übungen, die Jahreshauptübung und die Teilnahme an gemeinsamen Übungen aller Stadtwehren, stehen zu Buche. Er überreichte an Rolf Hofferberth, Mehmet Göl, die alle Übungen besuchten sowie an Harald Löb und Dominik Stier, die nur zweimal nicht teilnahmen Geschenke. Bei den fünf Ernstfalleinsätzen hat die Wehr 88 Stunden geleistet. Dazu kamen 207 Stunden bei Brandsicherungsdiensten und Verkehrsregelungen. Jochen Hofferberth hat einen Zugführerlehrgang besucht, Michaela Bauer und Mehmet Göl einen Truppführerlehrgang. Göl hat außerdem an einem Atemschutzträgerlehrgang und einem Sprechfunklehrgang teilgenommen.

Der Jugendfeuerwehr gehören derzeit sechs Jungen und zwei Mädchen an, berichtete deren Leiter Uwe Bauer, der die zahlreichen Aktivitäten dieser Nachwuchsorganisation Revue passieren ließ. Der Minifeuerwehr, die von Michaela Bauer geleitet wird, gehören zwei Mädchen und zwei Buben an. Mit Werbung in beiden Kindergarten und in der Schule wird man versuchen, neue Kinder und Jugendliche zu gewinnen, gab der Jugendfeuerwehrwart bekannt.

Der Spielmannszug eröffnete die Jahreshauptversammlung mit drei Liedern und war im vergangenen Jahr bei vielen Veranstaltungen und bei Jubiläen präsent, wie dessen Leiter Harald Löb mit seinem Bericht verdeutlichte. Unterstützt wurden die Steinbacher Spielleute durch Musiker des Vielbrunner Spielmannszuges, wofür Löb besonders dankte. Dem Steinbacher Spielmannszug gehören derzeit 15 Aktive an, darunter sind drei Jugendliche in Ausbildung. Interessierte Kinder und Jugendliche, sind jederzeit willkommen.

Finanziell steht die Steinbacher Feuerwehr auf gesunden Füßen, wie Rechner Gerhard Kunz mit seinen Zahlen belegen konnte. Der Vorstand wurde einstimmig entlastet.

Lob für die Steinbacher Feuerwehr kam von Bürgermeister Stephan Kelbert, Stadtverordnetenvorsteher Dieter Müller, Ortsvorsteher Hans Klar und Stadtbrandinspektor Gerd Beller. Durch das schnelle Eingreifen der Steinbacher und Michelstädter Wehr habe beim Brand der Scheune Old, eine Katastrophe verhindert werden können, so Ortsvorsteher Klar.

Die Feuerwehren seien ein wichtiger Bestandteil im städtischen Leben und der abnehmende Personalbestand habe auch vor den Feuerwehren im Stadtbereich nicht halt gemacht hat, so der Bürgermeister, so dass der Nachwuchswerbung immer größere Bedeutung zukomme. Die Steinbacher Wehr habe die Zeichen der Zeit erkannt und mit der Gründung einer Minifeuerwehr den richtigen Weg beschritten, befand Stadtbrandinspektor Gerd Beller, der den guten Ausbildungsstand und der Steinbacher Wehr besonders hervorhob. grs